Objekte erzählen Geschichten – Geschichten die nicht das Leben kopieren, sondern beobachtend heiter etwas dagegen setzen. Wie etwas fast gesagtes. Eine Grundstimmung aus Leichtigkeit und Schwermut, Spiel und Ernst.

Nachtmahr 2024-2025
Material: Knochen im Wald gefunden, Holz, Alabaster, Diabas
Nachtmahre – eine Wanderung wieder Willen durch Träume. Jeder kennt sie – die schweren Alpträume, Nachtmahre. Wenn die Beängstigung den höchsten Stand erreicht erwacht man. Damit sind alle Ungeheuer der Nacht verschwunden und es bleibt das erleichternde Gefühl, dem Schrecken entkommen zu sein.






Allen meinen Arbeiten ist eigen, das sie aus „armen“ Materialien bestehen. Erden, Holz, gefundene Dinge. Mit Material spielen, im weitesten Sinne des Wortes: Die Freiheit, der eigenen Neugiert zu folgen, suchen und entdecken. Die gefundenen Dinge ordnen damit sich ein neuer Zusammenklang und neue Bedeutung ergibt. Phantasmagorien.

Material: u.a. Kokons vom kleinen Nachtpfauenauge aus dem Botanischen Garten Kassel

… wer später stirbt
ist länger schön …

Der Limbus ist ein Unort. Er liegt genau auf der Grenze zwischen Tag und Nacht am Rande von Sein und Nichtsein, im Zwischen, im Vielleicht.
Wie kann man Menschen sichtbar machen, die sich verbergen?
Wie kann man Menschen hörbar machen, die keine Stimme haben, die niemand will?

Ein getragenes Kinderkleid, Geschosshülsen, museal verpackt.
„… das Kleid als Hülle, das Kind nicht mehr da (tot?, oder erwachsen?) Aus dem Archiv „Kinderspiele“ – eine materiell vergegenwärtigte Geschichte : Spielzeug waren Geschosshülsen, neben der tödlichen Kraft die Arglosigkeit und naive Lebenskraft des kindlichen Spiels – vorgestellt als archivierte „Sammlung“, die kein Spielzeugmuseum je enthielte …“ (Dr. Gertrude Betz)






Die Armen der Welt – The poor of this world
Über das Meer – Acros the sea
Den rettenden Hafen – The safe harbour
Das gelobte Land – nie erreicht – The praised land – is never reached
Keine Ankunft – No arrival
Kein Aufenthalt – No residence
Kein Abschied – No farevall







Das Leben getilgt.Ein Bild der Verlassenheit.
Warum und Wieso spielt keine Rolle.
Ursachen gibt es genug.
